Lange Wartezeiten, unübersichtliche Texte und viel Werbung sind nur ein paar Geduldsproben die manche Websites an uns, den User, stellen. Immer noch viel zu häufig öffnet man eine Webpage und unsere Augen werden mit Bildern, Emoticons oder Anzeigen überfordert. Und häufig fragt man sich, ob die Seite überhaupt jemals vollständig geladen sein wird. Oder ein anderes Mal ist man auf den ersten Blick echt ratlos und braucht einige Minuten, um die Website überhaupt in ihrer Komplexität zu verstehen.

Doch es geht auch anders, das beweisen uns Websites wie zum Beispiel www.gymondo.de – viele davon könnte man schon fast Kunstwerke nennen:

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gymondo.de auf den ersten Blick: Die Website

  • hat ein modernes, ansprechendes Design,
  • ist optisch aufgeräumt -> der User weiß sofort worum es auf dieser Website geht,
  • und ist inhaltlich aussagekräftig und überzeugend.

Natürlich müssen das Design und die Texte auf die Zielgruppe der jeweiligen Website angepasst sein. Jedoch gibt es ein paar Grundregeln für ein positives User-Experience zu beachten:

  1. Wenn man die Website öffnet, sollte dem User direkt klar sein: Wer verbirgt sich unter dem Online-Angebot und worum geht es?
  2. Keine ausschweifenden Texte: Nur das Wichtigste vertexten und was den User auch wirklich interessiert – also aus der Sicht des Users schreiben.
  3. Den User auf der Website halten: Welcher Mehrwert wird angeboten, der den User auf der Seite hält?
  4. Einfache Benutzung: Keine komplizierten Menübäume oder unnötigen Bilder verwenden. Die Seite sollte selbsterklärend sein.
  5. Call-To-Action: Was soll der User als nächstes machen, wenn er auf der Seite gelandet ist?
  6. Modernes und Angepasstes Design: Die Website sollte anschaulich und auf die Zielgruppe abgestimmt sein.
  7. Responsive Design: Automatische Anpassung an Mobile oder Desktop Format.

 

Wie man es nicht macht, beweist eindrucksvoll der Online-Shop Pearl:

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pearl.de

Wie wirkt die Webpräsenz pearl.de auf den ersten Blick:

  • Das Design wirkt unseriöses und chaotisch.
  • Der User wird mit zu viel Text und zu vielen Bildern überfordert.
  • Worauf soll man zuerst klicken? Die Hierarchie von Überschriften, Angeboten und Inhalten ist nicht klar zu erkennen.
  • Unübersichtliche Menüleisten.
  • absolute Überforderung des Users – es werden zu viele unterschiedliche Schrifttypen, Schriftgrößen und Schriftfarben genutzt.

Aber welche Regeln legen denn nun fest, wie man es nicht macht? Worauf muss ich da besonders achten, damit die Leser meiner Website sie gut benutzen können und eine positive User-Experience haben?

  1. Alles was wie eine Werbeanzeige aussieht, aber eigentlich gar keine ist: User ignorieren eher Banner oder Animationen, die wie Werbung wirken.
  2. Online-Texte als PDF-Datei zur Verfügung stellen: Unterbricht den natürlichen Fluss des Users und verbraucht Speicher auf dem persönlichen PC. Nur Zusatzinfos wie Studien, E-Books, Faktenblätter, Broschüren etc. gehören als PDF hinterlegt.
  3. Nicht den beschriebenen Inhalt liefern: Keine leeren Versprechungen machen, nur um bei Google gefunden (und geklickt) zu werden.
  4. Keine aufdringlichen Pop-Ups in denen der User zu einem Newsletter etc. aufgefordert wird: Vor allem keine Pop-Ups, die sich nicht mehr schließen lassen.

 

Eigentlich gar kein Hexenwerk so eine benutzerfreundliche Website, solange man sich selber immer wieder fragt: Würde ich diese Seite gerne besuchen? Fast noch wichtiger: Würde ich auf dieser Seite bleiben?

 

 

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