Polizeiwagen während G20 in Hamburg

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„Was dann passiert, ist unglaublich“

Wie oft ich diesen Satz schon gelesen habe, möchte ich gar nicht wissen. Geschmückt mit übertriebenen Bildern. Noch ein roter Kreis auf einer unwichtigen Stelle. Aufmerksamkeit: garantiert. Aber eigentlich soll ein Teaser vor allem informativ, unmissverständlich, dynamisch, Interesse weckend und doch knapp sein.

Nach „Was dann passiert, ist unglaublich“, gibt es 2 Möglichkeiten:

  1. Ich klicke auf den Artikel, von dem ich weiß, dass er mir keine inhaltliche Glanz-Leistung zeigen wird. Wer einen so reißerischen Teaser hat, prahlt wohl nicht mit Inhalt. Danach ärgere ich mich, wissentlich meine Zeit verschwendet zu haben.
  2. Ich klicke nicht auf den Artikel. Dann ärgere ich mich, dass irgendwo irgendwer sitzt und anderer Menschen Zeit verschwendet.

So oder so. Ich ärgere mich. Weil man den Teaser so viel sinnvoller nutzen könnte.           5 Punkte, mit denen ein Teaser gut und erfolgreich wird:

Die Kunst des teasern

  1. Mach Neugierig

Ein Teaser soll dem Leser zeigen, dass der gesamte Artikel lesenswert ist. Erwecke seine Neugier, damit er weiter liest. Erfährt der Leser in deinem Artikel etwas neues? Etwas nützliches? Etwas unterhaltsames, kurioses, spannendes? Lass es ihn wissen!

2. Weniger ist mehr

Natürlich solltest du die Neugier des Lesers erwecken. Aber Vorsicht: Der Mensch ist faul! Oft liest er schon nur 20% des Artikels. Sagt dein Teaser bereits alles aus, was dein Artikel auch sagt, wird sich niemand die Zeit zum Lesen des ganzen Artikels nehmen. Also halt dich kurz. 160-350 Zeichen sollten genügen.

3. Keine falschen Versprechungen

„Was danach passiert, ist unglaublich!“ Mein Lieblingssatz. Die Garantie dafür, dass das folgende nicht unglaublich sein wird. Aber ein klassischer Cliffhanger. Und Cliffhanger-Teaser sind grundsätzlich nichts schlechtes! Der Köder im letzten Satz sollte allerdings zum Inhalt passen. Kündige etwas Neues an. Versprich dem Leser mit Reizworten, dass auf deinen Teaser etwas Interessantes folgen wird. Moderier deinen eigenen Artikel an. Und halte dich dann im Artikel an dein Versprechen!

4. Zielgruppe und Formulierungen

Sollte deine Zielgruppe nicht aus Wissenschaftlern bestehen: Schreib auch nicht in wissenschaftlicher Sprache. Der Teaser sollte je nach Zielgruppe prägnant, unmissverständlich und trotzdem anregend sein. Reizwörter und starke Vokabeln können dabei helfen. Verschachtelte Sätze, zu viele Zahlen-, Orts- und Personenangaben verwirren allerdings nur. Und ein verwirrter Leser liest nie weiter.

5. Wissen, was man anmoderiert

Ein Teaser kann für verschiedenste Anlässe genutzt werden. Mach dir bewusst, was du mit deinem Teaser rüber bringen möchtest.

  • Nachrichten-Teaser: beantworten die W-Fragen und transportieren dabei möglichst viele Fakten.
  • Ankündigungs-Teaser: kündigen Aspekte an, ohne den Inhalt vorweg zu nehmen. Sie sind sinnvoll einzusetzen bei Interviews oder Veranstaltungen.
  • Kommentierende-Teaser:argumentieren und machen den Standpunkt des Autors deutlich.
  • Nutzwert-Teaser: geben dem Leser den Nutzwert des Artikels an. Handelt es sich um ein Produkt, ein Quiz, einen Test etc.?

Grundsätzlich gilt: Erst überlegen. Dann einen Teaser schreiben.

 

Quellen:

 

 

 

 

 

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